Diaschau
(neues Fenster)
An diesem sonnigen
Samstag Nachmittag treffen sich 29 interessierte Vereinsmitglieder und
Partner vor dem markanten Backsteinschloss. Wir werden gleich in zwei
gleich grossen Gruppen aufgeteilt – Die Erste kann gleich mit dem Brot
backen beginnen, während die Zweite durch die historische
Mühle geführt wird. Danach wird gewechselt.
An einem langen Tisch
zeigt uns Frau Tschanz vor wie man ein fantasievolles Brot gestalten
kann. Mit einfachen Hilfsmitteln erschafft sie im Nu ein Ungeheuer mit
Rosen und Blätter. Schon bald kann jeder von uns seinen Teig nach
dem eigenen Geschmack formen. Jede und jeder legt sich freudig ins
Zeug. Viel Zeit haben wir nicht, doch die geformten Teige sind
eindrücklich: Zöpfe, Fische, Gipfel, Bretzel landen bald in
den Ofen. Mit kleinen Kartons haben wir unsere Werke angeschrieben – es
ist tatsächlich nicht einfach, sie nach der Viertelstunde im
Backofen auf Anhieb wieder zu erkennen.
Anschliessend geht es
gleich weiter – die historische Mühle Tiefenbrunnen erstreckt sich
über ganze vier Stockwerke. Die altehrwürdige Mechanik aus
Holz und Stahl, Riemen und Wellen bietet ein sonst kaum anzutreffendes
Spektakel. Alles wird von einem einzigen Elektromotor angetrieben.
Das eingeworfene Korn
wird über eine Schnecke und einem Bandlift zunächst in die
Höhe befördert. Auf verschiedenen Stufen wird das Korn
gereinigt, geschält, in mehreren Stufen gemahlen und ausgesiebt.
Verschiedene Maschinen übernehmen die einzelnen Aufgaben. Dahinter
steht viel Fachwissen – so hatte 1951 ein Ingenieur ein ganzes Buch nur
über „Das Instandhalten Schleifen und Riffeln von
Müllereiwalzen“ niedergeschrieben.
Am Schluss können
wir Erwachsene für einmal sogar wie die Mehlsäcke die
Wendelrutschbahn hinunterbrausen - ein irrer Spass, bei dem einem schon
fast schwindlig wird.
Die Brote unserer Gruppe
sind mittlerweile auch schon fertig. Bevor wir sie ungeduldig einpacken
werden die Brote bei dieser letzten Gelegenheit noch fotografisch
verewigt. Nur die zweite Gruppe muss sich noch etwas gedulden, bevor
deren Erzeugnisse ebenfalls den Ofen verlassen dürfen.
Nach dem Vergnügen
die Arbeit – gleich anschliessend geht es zur GV, während die
Partnerinnen das „Damenprogramm“, durch den Botanischen Garten
geführt werden.
Allerdings trifft man
sich beim anschliessenden Apéro wieder, wo das offizielle
ETR-Glas seine Premiere feiert.
Bilder: Charly Hiller, E75
Text, Bilder: Bernardo Valsangiacomo, E94